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Julian Bossert

Digital Concept & Consulting

Elektro Roller: Das Rennen um die letzte Meile – made in Germany?

Austin, Telaviv, Paris, egal wo man hinschaut, Elektro Roller bewegen die Einwohner vieler Städte. Nicht nur als Mobilitätsdienstleistung, auch wegen kontroverser Diskussionen über Sicherheit, Stadtbild und Nachhaltigkeit. Sinnbildlich für die Innovationsbereitschaft Deutschlands bekommen wir jetzt (15. April 2019, ich drücke noch die Daumen) dank angepasster Gesetze, die Möglichkeit die letzte Meile im Stadtverkehr elektrisch hinter uns zu bringen.

Aber ist das überhaupt gut, schont es die Umwelt, entlastet es den städtischen Verkehr? Und was machen eigentlich Audi, BMW und die deutschen Mobilitätsdienstleister DB, und Co – korrigiert mich bitte in den Kommentaren wenn ich einen Big Player aus Deutschland vergessen habe. Die Zeichen stehen zumindest gut mit Pilotprojekten wie Hive von MyTaxi in Hamburg und München. Ein Move der mich zuversichtlich stimmt, zumal alles was im Zusammenhang mit amerikanischen Tech Firmen hier immer #GermanAngst auslöst. Eines ist jedenfalls klar: Der Hype ist real. Auf der SXSW in Austin waren E-Roller von Lime, Jump, Bird, Lyft und Co omnipräsent. Noch viel wichtiger, sie haben funktioniert, Spass gemacht und einen auch bei Stau schnell von A nach B gebracht.

Alles also Perfekt?

Nein, im Gegenteil. Elektro Roller sind für nämlich alles andere als ein rentabler Case für Mobilitätsservices. Laut den Dienstleistern amortisiert sich ein Roller nach 5 Monaten mit 5 Fahrten pro Tag. TheVerge bezieht sich auf Zahlen von QUARTZ, die besagen, dass die Haltbarkeit der Geräte viel zu kurz ist um Profit während des Produkt Lebenszyklus zu gewährleisten. Demnach ist die durchschnittliche Nutzungsdauer etwa bei 28.8 Tagen und 3.5 Tagen bis die Roller anfangen den Geist aufzugeben oder eben von verärgerten Passanten zerstört werden. Genen letzteres kann man leider nichts tun, den Lebenszyklus erhöhen wollen aber alle Hersteller mit ihren Zulieferern.

Denn Elektro Roller sind dennoch ein attraktives Geschäftsfeld für Mobilitätsservices wie UBER, ShareNow und Co, da sie den hauptsächlich an Automobile gebundenen Services auf die letzte Meile per e Scooter erweitern. Damit lässt sich bspw. für Unternehmen wie UBER eine Userbase aufbauen lange bevor es eine Lösung für die Taxi Problematik in Deutschland gibt. Der Elektro Roller – so unrentabel er gerade noch ist – ist Key to the Customer.

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About Julian Bossert:

Hi, I'm Julian a Creative Content Developer based in Stuttgart. My life's about creating Ideas, enabling brand experiences, teaching, traveling and photography. Checkout my portfolio, blog or contact, follow and add me.