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Apple Car Sales Hypothesen

5 Apple Car Sales Hypothesen:

Wie der Verkauf des Automobils sich mit Apple in Zukunft wandeln wird.

Das Apple in den kommenden Jahren ein Auto auf den Markt bringen wird, ist schon lange ein fester Bestandteil der Gerüchteküche um den Hardware Hersteller aus Cupertino. So spitzen sich die Vermutungen um eine Auto immer mehr zu, nachdem Apple seit 2017 autonomes Fahren testet, inCar Entertainment konzipiert und letztendlich Führungspersonal auf neue Positionen setzt. Auch das Gerücht der gemeinsamen Produktion mit Hyundai (ab 2024) ist nicht aus der Luft gegriffen. Also verhärten sich die Anzeichen immer mehr darauf, dass Apple ein Auto präsentieren und verkaufen wird – was nicht außergewöhnlich ist, Sony hat auch schon Prototypen.

Was mindestens genau so spannend wie das Produkt an sich ist, wird der Kaufprozess eines Automobils von Apple sein. Sales und Retail sind bei Apple etwas ganz besonderes – das wird man auch beim Apple Car merken. Auch wenn Kritiker den iPhone Erfinder aufgrund seiner fehlenden Automotive Erfahrung immer wieder belächeln.

“Lächerlich, wie soll Apple Autos verkaufen, die haben doch kein Platz in ihren Stores.”

Ähnliche Seitenhiebe gab es auch schon von Steve Ballmer – damaliger Microsoft CEO – der völlig überheblich über das iPhone lachte. Die Disruption, die von Apple im Sales und Retail von Autos ausgehen kann wird unglaublich spannend. Passend dazu habe ich fünf Thesen aufgestellt, wie Apple die Automotive Landschaft aufmischt:

Nr. 1: Der Apple Car Sale findet 90% online statt. 

Musstest Du Dich vor kauf eines iPhones überzeugen ob es wirklich das richtige Telefon für Dich ist? Merkst Du was? Ähnlich wird es beim Apple Car laufen. Bereits 2018 gaben 66% der Teilnehmer einer MHP Studie zu sich vorstellen zu können ein Neu- / Gebrauchtwagen Online zu kaufen. Und genau das ist ein Heimspiel für Apple, wenn man nur mal an den Andrang nach September Keynotes denkt.

Nr. 2: Meinungsführer werden Autoverkäufer. 

Probefahren und dafür in’s Industriegebiet fahren, kann das kein anderer für mich tun? Im Kaufprozess von Autos verlagern sich Entscheidungsprozesse immer mehr ins Web statt ins Industriegebiet. Heisst das also Meinungsführer werden die neuen Autoverkäufer? Wenn man nach Asien schaut erkennt man, dass das bereits Realität ist: die Key Opinion Leaderin Becky Li verkaufte 100 Minis in 5 Minuten.

Nr. 3: Retails is dead, long live the retail. 

Der Autohandel wird nicht sterben, der langweilige schon. Wieso? Weil jeder Bereich des physischen Retails auf Kundenerlebnisse getrimmt ist. Die Erwartung ist also hoch. Aktuell erfüllt eine Hand von Händlern das, mit viel Mühe. Flagship Stores in Innenstätten ziehen kontinuierlich Menschen an. Aber für ein Auto wird man nicht mehr ins Industriegebiet fahren. Wenn man nach Asien schaut sind die NIO Houses der Beweis für physischen Retail wenn es um Automotive Retail geht.

Nr. 4: Entertainment und Plattform im Fokus. 

Würdest Du Dir ein Telefon kaufen, das Dich kein Linkedin, Instagram oder Whatsapp nutzen lässt? Würdest Du nicht, wieso dann also in Zukunft ein Auto kaufen, dass diesen Schwachpunkt besitzt. In Car Experience muss ein USP werden. Tesla verwandelt bereits zukünftige Fahrzeuge in Gaming Kisten mit 10 Terraflops.  Es kommt also auf die inneren Werte an, denn bald wird die Zeit kommen, da wird Experience vor PS oder Aufhängung stehen.

Nr. 5: Der Walled Garden gedeiht. 

Dass man bei Apple als Nutzer im goldenen Käfig sitzt ist schon lange klar. Was ein Apple Car aber noch deutlicher machen wird: wenn Du willst, dass dein Auto das Garagentor öffnet, deiner Frau eine nette Nachricht und Blumen ins Büro bestellt und anschließend automatisch die Kinder nach dem Sportunterricht ortet und abholt: dann musst du voll und ganz im Apple System sein. Kurz gefasst: klassische Autobauer müssen ihre Box verlassen und ihre Angebote um das Fahrzeug erweitern.

Dass der Automotive Markt zunehmend von neuen Playern diskutiert wird, ist Fakt. Dass sich neue Wege für Sales mit neuen Technologien erschließen, ist Fakt. Dass Corona den Retail und Konsumentenverhalten ändern wird, ist ebenso Fakt.

Was heißt das jetzt für klassische Automobilbauer? Reicht es zukünftig einen digitalen Check out anzubieten? Was passiert mit den ganzen Autohäusern? Lasst uns in den Kommentaren diskutieren oder schreibt mir eine Nachricht.

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